Chablis & Co.

Feine Weine aus dem Nordburgund: Chablis ist nicht nur aus Gründen des genialen Marketing Vorbild für eine ganze Winzergeneration, steht hier doch der Name eines kleinen Ortes für einen kompletten Weinstil: trocken, nervig, trotzdem elegant und feinfruchtig – Chablis eben. Doch rund um diese kleine Metropole des Weinbaus scharen sich zahlreiche winzige Weinbaugebiete mit eigener AOC, deren Weine zum Teil nicht einmal den Weg in ein benachbartes Département, geschweige denn nach Deutschland finden. Schon mal von Bourgogne Tonnerre gehört? Von Epineuil, Irancy, den Côtes d’Auxerre oder Saint-Bris? All diese Weine haben eines gemeinsam: Sie wachsen auf Kimméridgien-Kalkböden, jenem legendären Muschelkalkboden, dem der Chablis seine typisches Aroma verdankt. Doch wie reagiert Pinot Noir auf diesen Boden im kühlen Mikroklima des Nordburgund, und kann ein Chardonnay aus der unmittelbaren Nachbarschaft die gleiche Qualität wie das „Original“ entwickeln? Welche Geschichte und Geschichten verstecken sich hinter den unbekannten Etiketten – und seit wann ist Chablis eigentlich so berühmt? Fragen, die an diesem Abend nicht nur sprichwörtlich, sondern selbstverständlich auch ganz praktisch von Bastian Fiebig beantwortet werden, den bereits seit zwei Jahrzehnten familiäre Bande mit dem Nordburgund verbinden. Im Mittelpunkt steht eine umfangreiche Verkostung zahlreicher Weine, von denen nur ein Bruchteil in Deutschland erhältlich ist – selbst der zu verkostende Chablis stammt von einem „neuen Wilden“ abseits bekannter Pfade. Seien Sie also gespannt auf Weine aus einer neuen Welt, die ganz die alte ist.
Bastian Fiebig
Der Weinliebhaber hat bereits vor 20 Jahren mitten in diese an kulinarischen Schätzen so reiche Region hineingeheiratet, die Weine des Auxerrois drei Jahre lang selbst importiert und zahlreiche persönliche Kontakte zu den besten Winzern des Nordburgund aufgebaut. Jedes Jahr reist er mehrfach nach Tonnerre zu seiner Familie, um von dieser Basis aus nach neuen, spannenden Gewächsen zu suchen. Wein und Kultur gehören zu seinem direkten Lebensumfeld: Er ist seit 2006 Chefredakteur von FRANKFURT GEHT AUS! und RHEIN-MAIN GEHT AUS!, leitet die Gastro-Redaktion des JOURNAL FRANKFURT und arbeitet parallel als Saxophonist in unterschiedlichen Formationen – für einen unterhaltsamen Abend sollte also gesorgt sein!